Über Uns


Aktuelle Daten (Stand: 2006)

Unsere Wehr:

1. Gruppe:

Hinten(von links): Karl-Heinz Hagerodt, Manfred Meyenberg, Klaus Meyenberg, Ludolf Fromme, Erhard Woltmann, Karl Meyenberg, Johannes Otto
Vorne(von links): Dieter Fromme, Helmut Böker, Manfred Junge, Dietmar Meyenberg, Wilfried Menzhausen, Wilfried Metje

2. Gruppe:

Hinten(von links):Christian Müller, Klaas-B. Böger, Fabian Bahder, Sara Kabstein, Thomas Bethe, Sascha Böker, Ulrich Meinecke, Christopher Heine
Vorne(von links):Mario Schlienger, Erhard Woltmann, Waldemar Kirsch, Sebastian Heine, Alexander Ricke, Pascal Metje, Sabrina Metje,
                         Alexander Fromme, Marco Metje

3. Gruppe:

Hinten(von links): Thomas Gellert, Holger Metje, Jens Schuster, Rainer Joecks, Eckhardt Joecks, Gregor Hof
Vorne(von links): Ralf Timpner, Wolfgang Zarth, Olaf Wegner, Ralf Bokelmann, Bernd Bonhagen, Silke Hof, Jörg Wasmuth



Chronik

1. Die Anfänge des Feuerwehrlebens (Pflichtfeuerwehr)

In das Jahr 1866 fällt der erste Nachweis des Feuerwehrwesens in Langenholtensen. Im Heimatbuch des Kreises Northeim von 1924 ist dargestellt, dass die Gemeinde eine Feuerspritze, 12 lederne Feuereimer und 12 Schilder für die damals noch vorhandene Pflichtfeuerwehr erwarb. Die Handdruckspritze von 1866 ist erhalten und voll funktionsfähig.

2. Die Zeit unter dem Feuerwehrhauptmann Ernst Piepenbrink (1906 - 1934)

"Dieses ist der Werdegang der Freiwilligen Feuerwehr Langenholtensen, aufgeschrieben aus dem Gedächtnis und nach Aussagen älterer Mitglieder sowie nach den Aufzeichnungen des Protokollbuches. "So beginnt die Chronik unserer Wehr, die Kamerad Adolf Heidelberg in humorvoller Form bis Mitte der 60 er Jahre führte, ehe sie in die Hände der Kam. Willi Bergmann, Wilfried Metje, Karl-Heinz Hagerodt und Anja Germesin überging.

Am 25. Februar 1906 wurde auf Anregung des I. Hauptmannes Ernst Piepenbrink und des Gemeindevorstehers Wilhelm Fricke die "Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Holtensen" aus der Taufe gehoben.

Gründungsmitglieder waren neben dem Hauptmann: Georg Bergmann, Fritz Bruns, Carl Ebbecke (Spritzenführer), August Fricke, Karl Helmold, Adolf Höpfner, Wilhelm Jahn, Hermann Lüdecke, Rudolf Meinecke (II. Hauptmann), August Menzhausen, Richard Menzhausen, August Pahre, Adolf Peter, Wilhelm Riechers, Gustav Röttcher, Wilhelm Röttcher, Willi Schaer, Karl Scheunemann, Georg Schnepel, Wilhelm Schnepel (Obersteiger), Heinrich Schörling, Karl Schörling, Ernst Schrader, Karl Schrader, Georg Tute und Ferdinand Wolf.

Die "Satzungen der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Holtensen" (44 Seiten im Original erhalten) genehmigte der Königliche Landrat von Kriechelsdorf am 05.03.1906.

Unvergessene Ereignisse für die Kameraden waren die erste Überlandfahrt 1911 nach Dögerode, der Stall- und Scheunenbrand bei Ernst Jahn im Sommer dieses Jahres, die Einberufung von 25 Kameraden 1914 zum 1. Weltkrieg, der Brand bei Adolf Gremmel 1916 am "Hinteren Ende" und der Neuaufbau nach dem Krieg mit dem Eintritt von 11 Kameraden.

Regelmäßige Übungen ließen schwitzen, die beliebten Holzpartien brachten einen netten Ausgleich.

Weitere Einsätze sind 1921 bei Heinrich Hartmann, 1924 in der Mühle Pralle und 1928 beim alten "Dünenkrug" verzeichnet. In diesem Jahr hatte die Wehr bereits 45 Mitglieder.

Der letzte Einsatz unter der Leitung von Ernst Piepenbrink war 1932 beim Brand von Peter Langohr auf dem "Püttjeberg".

3. Die Wehr in der Amtszeit des Gemeindebrandmeisters Heinrich Meinecke (1934-1953)

Heinrich Meinecke bewährte sich nach einem Lehrgangsbesuch in Celle bereits beim ersten Brand in seiner Amtszeit 1936 bei Adolf Hubensack.

Die Theatergruppe mit Georg Röttcher, Gustav Eickhoff, Alfred Hasse, Heinrich Hagerodt, Hermann Meyenberg, Heinrich Sander und vielen Damen sorgte in den 30er Jahren für Humor und "volle Häuser".

Weitere wichtige Ereignisse in der Ära Meinecke waren:

- Stall- und Scheunenbrand 1938 bei Karl Schrader (Nr. 53)

- 1939 Austausch der alten Handdruckspritze gegen eine Motorspritze von Fischer, Görlitz Brandbomben 1940 in Langenholtensen (Schaden bei August Jahn)

- Hochwassereinsatz 1940 auf dem Georgenkamp

- Umbau der Zentrifuge der Molkerei zur Sirene durch Heinrich Schörling

- 1941 Gerätehausbezug in der Dorfmitte, Gründung einer Jugendgruppe

- 1943 oftmals Fliegeralarm, 1944 Brand bei Hugo Weber mit einer Damengruppe der Langenholtensener Feuerwehr 1945 Verschüttetensuche nach Fliegerangriff auf dem Bahnhof Northeim

- Brandeinsatz 1950 bei Heinrich Hagerodt

- 1951 Beschaffung einer Magirus-Spritze

4. Die Zeit unter der Leitung des Gemeindebrandmeisters Adolf Menzhausen von (1953 - 1974)

Schon kurz nach Amtsantritt bewährte sich Adolf Menzhausen beim Scheunenbrand von Erich Hische. Es folgten der erste Waldbrandeinsatz 1954 und der Scheunenbrand bei Georg Küster (April 1954).

Durch die vielen Übungsabende gelang 1955 mit dem Kreismeistertitel für unsere Wettkampfgruppe in Volpriehausen ein bislang nie da gewesener Erfolg, der kurioserweise mit der ausgeliehenen Motorspritze der Vogelbecker Wehr und dem Maschinisten aus Vogelbeck gelang.

Die ersten Lorbeeren verdiente sich in dieser Zeit auch der neue Spielmannszug.

1956 war zunächst ein Scheunenbrand beim früheren Wehrleiter Heinrich Meinecke zu löschen, bevor das 50 jährige Stiftungsfest 3 Tage lang ausgiebig im Beisein des Bezirksbrandmeisters Hornhardt, Moringen, und des Oberkreisdirektors Michel, Northeim, mit Kreisfeuerwehrverbandstag gefeiert wurde.

Als weitere Höhepunkte in der Ära von Adolf Menzhausen sind zu nennen:

- Waldbrandeinsatz 1957, Sieger bei Unterkreiswettkämpfen in Edesheim, Inbetriebnahme neuer Sirene

- 1961: Großbrand der Düngerscheune in Wiebrechtshausen, Stallbrand bei Richard Fromme in der Silvesternacht 1961/1962, 1964 Hähnchenstallbrand bei Weber/Schwitalla

- 1966 Einweihung des Feuerwehrhauses in der Brunsteiner Straße, Übergabe eines Tragkraftspritzenfahrzeuges mit neuer TS 8/8

- 1967 Wechsel im Amt des stv. GBM von Georg Röttcher auf Georg Küster

- 1968 Geräteschuppenbrand in Brunstein auf denn Domänengelände, 1972 Trafostationsbrand an der Düne in der Wilhelmstraße, 1973 Waldbrand am Rönnenberg in Brunstein

- 1973 Abriss des alten Feuerwehrhauses am Friedhof, um Platz für die neue Friedhofskapelle zu schaffen

5. Die Wehr unter Ortsbrandmeister Wolfgang Voß von (1974 - 1978)

Adolf Menzhausen wurde 1974 wie seinerzeit Heinrich Meinecke zum Ehrengemeindebrandmeister aufgrund besonderer Verdienste um das Feuerwehrwesen ernannt. Die Nachfolge traten Wolfgang Voß (Ortsbrandmeister) und Hartmut Böker (stv. Ortsbrandmeister) an.

Unter der Leitung von Manfred Junge machte die Wettkampfgruppe zunächst auf sich aufmerksam. Sie gewann Abschnitts- und Kreiswettbewerbe 1973/1974 viermal hintereinander, in Uslar sogar durch die schnelle und richtige Beantwortung von Stichfragen durch den Gruppenführer (Konkurrenten waren Elvershausen und Dinkelhausen).

Mit der Gemeindereform zum 01.03.1974 wurde aus der Freiwilligen Feuerwehr Langenholtensen die Ortsfeuerwehr Langenholtensen, die im November in Brunstein einen Pferdestallbrand zu löschen hatte.

Als weitere wichtige Ereignisse in der Amtszeit von Wolfgang Voß sind zu erwähnen:

- Hochwasserbekämpfung 1974 in der Seesener Straße, Schweinestallbrand in Imbshausen, Schuppenbrand bei Wilhelm Wächter in der Brunsteiner Straße und Kuhstallbrand in Brunstein, sämtlich in 1976, 1977 Brandeinsatz bei Rudolph in Brunstein

- 1977 und 1978: Einbau von Sanitäranlagen im Feuerwehrhaus, Einrichtung eines Unterrichtsraumes, Wegfall des Schlauchturmes

6. Die Wehr in der Zeit des Ortsbrandmeisters Karl-Heinz Hagerodt (1978 - 1989)

1978 übernahmen Karl-Heinz Hagerodt als Ortsbrandmeister und Manfred Junge als stv. Ortsbrandmeister die Wehrleitung.

Der erste Brandeinsatz war 1978 die Burgscheune in Brunstein.

1979 wurde die Tradition von Holzpartien wieder aufgenommen. Die Feuerwehrfahrten und Skatabende erfreuen sich seither großer Beliebtheit.

Neuer Chef der 2. Wettkampfgruppe wurde Peter Schirmer, während die 1. Gruppe weiter unter Manfred Junge fleißig trainierte.

Als Schwerpunkte der Amtszeit von Karl-Heinz Hagerodt sind anzugeben:

- 1979 Einbau von Sirenenalarmempfängern ( Auslösung von Northeim aus)

- 1980 Fertigstellung des Grillplatzes "Florianswinkel" mit besonders großem Einsatz von Karl Emmermann und Manfred Junge und neuer Außenanstrich des Feuerwehrhauses in Eigenleistungen

- 1981 wuchs der Mitgliederstand auf 130 Kameraden an, 184 Teilnehmer wurden beim traditionellen Feuerwehrball bei Adolf Menzhausen gezählt

- 75 jähriges Jubiläum 1981 mit großem Zeltfest, Kreisfeuerwehrverbandstag und Riesenumzug

- 1981 wird unsere Wehr erster Bezirksmeister im Landkreis Northeim unter der Leitung von Manfred Junge und bringt aus Gadenstedt bei Peine 2 Pokale mit

- Übernahme des LF 8 1981 und Ausmusterung des TSF

- 1982 nachbarliche Löschhilfe in Northeim (Möbellager Leinert) in der Bahnhofstraße

- 1985 Wohnhausbrand bei Familie Rudolph in Brunstein

- 1986 Feier des 80 jährigen Bestehens bei Adolf Menzhausen mit Ball und Frühstück

- Übernahme eines neuen Tanklöschfahrzeuges 8 im Jahre 1987 (speziell für die Waldbrandbekämpfung) und damit die komplette Feuerwehr-Stützpunktausstattung an Fahrzeugen (Langenholtensen ist neben Höckelheim zweiter Feuerwehrstützpunkt im Stadtgebiet)

- 1987 Einstellung des zuvor regelmäßigen Feuerwehrsportes (ab 1978)

- Feier des 20jährigen Bestehens der 1. Gruppe 1988, erstmals 3 Wettkampfgruppen, Forcierung der Lehrgangsbesuche in Celle und Northeim (allein 1988 14 Lehrgänge), Mitwirkung seit 1988 in der Feuerwehrbereitschaft II des Landkreises Northeim mit dem Tanklöschfahrzeug

7. Der Wechsel in der Wehrführung auf Ortsbrandmeister Manfred Junge (1989 - 1996)

Karl-Heinz Hagerodt wurde 1989 zum Brandschutzabschnittsleiter Ost für den Bereich Katlenburg-Lindau, Moringen, Nörten-Hardenberg und Northeim gewählt. Seine Nachfolge als Ortsbrandmeister trat der langjährig bewährte stv. Ortsbrandmeister und Gruppenführer Manfred Junge an. Stv. Ortsbrandmeister wurde Holger Metje.

Allein 1989 zählte die Wehr 12 Einsätze. Die Wettkampfgruppe erreichte 1991 mit der Teilnahme an den erst zum 2. Mal organisierten Landeswettkämpfen in Braunschweig den größten Erfolg der Wettbewerbsgeschichte.

Weitere wichtige Ergebnisse der Arbeit unter Manfred Junge sind:

- 1989 Bau der "Feuerwehrwiege" und seither regelmäßiger Einsatz bei Geburten von Kindern von Feuerwehrangehörigen

- 1991 Gründung der Jugendfeuerwehr mit dem Jugendwart Wilfried Metje und 16 Mädchen und Jungen

- 26 Einsätze 1993, 176 Mitglieder, Zeltkauf für die JFW, 25 jähriges Bestehen der 1. Gruppe

- Neues LF 8 im Jahre 1994, Übernahme der 2. Gruppe durch Ralf Timpner

- 1994 mit Stefanie Metje die erste aktive Feuerwehrfrau, Mitglied der Technischen Einsatzleitung in Northeim im Funkbereich

- 1994 riesige Unwetter in Sudheim mit nachbarschaftlicher Hilfe

- regelmäßige Wettkampfteilnahmen auch der Jugendfeuerwehr unter Marco Metje (1994 22. Platz von 65 Gruppen), zahlreiche Jugendfeuerwehrzeltlager (Tankumsee bei Gifhorn mit eigener Lagerzeitung etc.)

- Sieger beim Vereinsschießen 1994

8. Die Amtszeit von Ortsbrandmeister Ralf Timpner (1996 - heute)

In der Amtszeit von Ralf Timpner wurde u.a. das Dach des "alten" Feuerwehrgerätehauses in Eigenleistung neu gedeckt und die Bänke im "Florianswinkel" erneuert.

Das 30 jährige Bestehen der 1. Gruppe wurde am 13. und 14. Mai 1998 gebührend gefeiert. Ebenfalls 1998 wurde die Ortswehr zum Hochwassereinsatz nach Höckelheim gerufen.

2001 wurde das 95 jährige Bestehen der Feuerwehr mit einem Festball begangen, im selben Jahr belegte die neu gegründete junge LF8-Gruppe bei ihrem ersten Wettkampf einen hevorragenden 5. Platz.

Weitere wichtige Ereignisse:

- 2002 Beginn der Planung des Neubaus des Feuerwehrgerätehauses

- Elbehochwasser - 5 Kameraden aus der Wehr helfen mehrere Tage in Waldersee

- 90 jähriges Bestehen der FF Schnedinghausen (2002), die Teilnehmer fahren mit Trecker und Wagen nach Schnedinghausen, da beide Feuerwehrfahrzeuge anderweitig unterwegs sind.

- Ablösung des Grundlehrgangs durch die Truppmannausbildung (2004)

- Ankauf des Grundstücks für den Neubau durch die Stadt Northeim (2004)

- Grundsteinlegung und Baubeginn des Feuerwehrgerätehauses mit Dorfgemeinschaftsraum (2005)

- Großbrand in Edesheim (2005)

- Waldbrand bei Elvershausen (2005)

- Wahl von Erhard Woltmann zum stv. Ortsbrandmeister (2006)

9. Ausblick

Die gute Personalausstattung unserer Wehr mit rund 220 Mitgliedern lässt uns zuversichtlich in die Zukunft sehen. Dazu trägt die engagierte Jugendabteilung unserer Wehr in erheblichem Maße bei.

Neben den Festvorbereitungen für unser 100 jähriges Jubiläum sind wir seit Ende 2005 durch umfangreiche Eigenhilfeleistungen beim Bau des neuen Feuerwehrhauses stark gebunden. Zugesagt sind Eigenleistungen in Wert von ca. 183.000 Euro. Ausserdem hat der Trägerverein Dorfgemeinschaftsraum Langenholtensen rund 80.000 Euro an Barleistungen aufgebracht. Der Stadt Northeim ist für Haushaltsmittel von rund 395.000 Euro zu danken. Wir hoffen, in das neue Domizil Ende 2006 einziehen zu können.

Mittelfristig muss an den Ersatz unserer in die Jahre kommenden Feuerwehrfahrzeuge - unser LF 8/8 und unser TLF 8/18 W - gedacht werden.

Mit dem Dank an den Landkreis und die Stadt Northeim, sowie an unseren Ortsrat sehen wir optimistisch nach vorn.

Die gute Zusammenarbeit mit den Feuerwehrkameradinnen und - kameraden aus dem gesamten Landkreis Northeim und dem Stadtbereich wird fortgesetzt. Anerkennung verdienen die früheren und jetzt aktiven Führungskräfte im Kreis-, Stadt- und Ortskommando.

"Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!"